20.Spieltag: Fußball Bundesliga

Borussia M’Gladbach – Bayer 04 Leverkusen (0:1), 07.02.14
Freitagabend, Spitzenspiel unter Flutlicht. Besser kann ein Fußball-Wochenende eigentlich nicht losgehen. Leider hielt die Partie nicht das, was sie versprach, dennoch ließ sich Schiedsrichter Florian Meyer davon nicht beeinflussen. Er leitete die Paarung von Beginn an souverän und ohne große Fehler. Die erste Verwarnung erhielt dann keiner der Akteure auf dem Rasen, sondern Wollscheid auf der Leverkusener Bank, nachdem dieser einen Ball aufs Spielfeld warf, um einen Konter der Gladbacher zu unterbinden. Absolut richtige Maßnahme. Dies gilt ebenso für den zweiten gelben Karton, den sich Emre Can wegen wiederholtem Foulspiel abholte. Knapp zehn Minuten später trifft selbiges auch bei einem taktischen Foul Stefan Kiesslings zu. Trotz dreier gelber Karten schon in Durchgang eins, war es kein schwierig zu leitendes Spiel, was teilweise dem Referee zu Gute zu halten ist. So reagierte dieser immer genau dann mit Verwarnungen, wenn man auch als Zuschauer das Gefühl hatte, eine gelbe Karte sei fällig. Dadurch kam relativ wenig Unruhe in die Begegnung. Nach dem Pausentee kassierte mit Herrmann nun der erste Gladbacher Gelb, auch dies vertretbar. Im Spielverlauf gab es weiterhin kaum knifflige Szenen. Ausnahmen stellten zwei kleinere Rangeleien um Kruse dar, welche aber auch souverän gemeistert wurden. Hin und wieder schlichen sich kleinere Fehler ein, jedoch alles nicht spielentscheidend und ohne Probleme geregelt, daher: Meyer, Note 2.
1.FC Nürnberg – Bayern München (0:2), 08.02.14
Bayrisch-Fränkisches Derby, Nürnberger, die mitten im Abstiegskampf stecken, da schien ein intensives Spiel vorprogrammiert. Und genau so kam es auch. Wurde die Anfangsphase noch überraschenderweise von stürmischen Clubberern geprägt, fanden zunehmend immer mehr Nickligkeiten den Weg in die Partie, vor allem in Zweikämpfen mit Mario Mandzukic. Folgerichtig kassierten sowohl dieser als auch sein Gegenspieler Pinola im weiteren Verlauf Gelb. In anderen Situationen ließ der Unparteiische Welz diese konsequente Linie allerdings vermissen. Sonst eher für seine kleinliche Auslegung der Regeln bekannt, versäumte er besonders im ersten Spielabschnitt die Ahndung mehrerer gelbwürdiger Vergehen (z.B. Frantz, 45.). Zurück aus der Kabine griff der Wiesbadener dann wieder etwas härter durch und beruhigte so schnell die Partie. Aufgrund dessen und aufgrund des Ausbleibens schwerer Patzer, bleibt zum Schluss: Welz, Note 4.
Hamburger SV – Hertha BSC (0:3), 08.02.14
In einer sehr einseitigen Auseinandersetzung ereignete sich nur eine diskussionswürdige Szene: Katastrophaler Fehlpass von Westermann, der von der Hertha schnell in die Spitze gespielt wurde. Dort trifft der deutsche Nationalspieler klar und eindeutig Hosogai am Fuß. Die Frage nur: Inner- oder außerhalb des Sechzehners? Beginnen tut der Kontakt deutlich vor dem Strafraum, allerdings wird das Foulspiel auf der Linie zu Ende geführt und die gehört bekanntermaßen zur strafbaren Zone dazu. Elfmeter deswegen die korrekte Entscheidung. Ramos vergibt zwar, jedoch noch in der selben Spielminute bereitet dieser Allaguis 1:0 vor. Die nächsten Tore folgten prompt und die Hamburger Passivität wurde immer größer, nicht einmal Frustfouls waren in der Folgezeit zu beobachten. Kurz vor Schluss ahndete Aytekin noch zwei Aktionen der Hansestädter zurecht mit Gelb (Arslan, 72.; Westermann, 80.), ehe die Partie sich sang- und klanglos dem Abpfiff näherte. Die Lethargie der van-Marvijk-Schützlinge schlug teilweise auf den Schiedsrichter über, welchem dadurch ein paar Schusselfehler unterliefen. Im entscheidenden Moment da, sonst kaum gefordert, aber mit leichten Schwächen, daher: Aytekin, Note 3.
FC Schalke 04 – Hannover 96 (2:0), 09.02.14
Christian Dingert leitete die letzte Begegnung des 20.Spieltags zwischen Schalke 04 und Hannover 96. In einer von starken Gelsenkirchner dominierten Partie fiel auch der Unparteiische selten durch Fehler auf. So fand dieser ein gutes Mittel zwischen Kommunikation mit den Spielern (z.B. Situation um Marcelo und Boateng, 35.) und gelben Karten zur richtigen Zeit (z.B. Huszti, 26.). Auch zwei strittige Strafraumszenen bewertete er korrekt, denn weder Schmiedebach in Minute 36, noch Matip in Minute 54 agierten im eigenen Strafraum mit der Hand. Die großzügige Zweikampfauslegung tat dem Spiel gut, was sich vor allem die Königsblauen zu Nutzen machten. Leichte Unsicherheiten in der Vorteilsauslegung und nicht geahndete Abseitsstellungen trüben ein gutes Gesamtbild, daher: Dingert, Note 3.

In diesem Sinne,
Euer Zeitlos

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